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Das schöne Erzgebirge

Das Erzgebirge erstreckt sich von Sachsen bis Tschechien. Es ist etwa 150 km lang und durchschnittlich 40 km breit. Seinen Namen hat das Erzgebirge vom Erzbergbau, der zusammen mit der Besiedelung im 12. Jahrhundert begann.

Das Erzgebirge war vor Beginn des Bergbaues weitgehend von artenreichem Mischwald bedeckt. Für den Bergbau sind viele Wälder abgeholzt worden. An ihrer Stelle entstanden Forste mit schnell wachsenden Baumarten wie vor allem der Fichte. Die Fichte prägt das Erzgebirge deshalb bis heute. Die Monokultur bringt freilich Probleme mit sich, etwa die ungehemmte Verbreitung spezialisierter Schädlinge.

Der Erzbergbau kam im 17. Jahrhundert zum Erliegen, da die Vorkommen von Erzen
(Silber, Blei und Zinn) zur Neige gingen.

Viele Menschen verließen daher das Erzgebirge.

Die verbleibenden mussten sich neue Einnahmenquellen für ihren Lebensunterhalt suchen. Viele Erzgebirgler stellten in den Wintermonaten Holzspielzeuge oder andere Holzwaren her, zum Beispiel kunstvoll geschnitzte Figuren (Räuchermännchen, Nussknacker), Schwibbögen, Weihnachtspyramiden und Dinge, die das Leben erleichterten, zum Beispiel Bürsten, Holzschuhe und Holzfässer für die Lagerung von Landwirtschaftsgütern. Diese Dinge und die Tradition ihrer Herstellung haben das Erzgebirge in der ganzen Welt bekannt gemacht.

Für den Tourismus bietet das Erzgebirge viele Möglichkeiten. Es gibt viele Heimatmuseen, die das Leben der einfachen Menschen in früherer Zeit zeigen, aber auch Bergbaumuseen und Spielzeugmuseen. Im Winter ist das Erzgebirge Ziel zahlreicher für Ski-Fahrer. In der Adventszeit überall in der Region laden Weihnachtsmärkte ein.